Butterblume in Afrika
Butterblume in Afrika

26.03.2021 Anstrich House No. 4 und Summer House ist abgeschlossen

 

Julius Murungi, ein junger Künstler aus Fort Portal und der Freund unserer Schweizer Hebamme Anne hat sich spontan im Januar bereit erklärt das Summer House am Spielplatz und auch die Wände des wieder in Betrieb genommenen House No. 4 mit kindgerechten Motiven zu verzieren. Sein Bruder hat ebenfalls den Pinsel geschwungen und mit geholfen. Partnerschaft Gesunde Welt e.V. hat lediglich die Farben und Werkzeuge finanzieren müssen. Julius hat seine Arbeitszeit dem Toro Babies Home gespendet.

 

Und ich finde er hat das fantastisch gelöst. Die Kinder sind begeistert! Die anderen Mothers sind ganz neidisch auf Doreen in ihrem schönen House No. 4. Mein Lieblings-Motiv ist die Giraffe mit dem Bambi.

Die deutsche Freiwillige Christin hat auch mit gemalt!

Vielleicht finden sich auch in Europa einige Projekte für Julius, der auch bereits begonnen hat Deutsch zu lernen. Freunde des Toro Babies Home sind herzlich eingeladen Julius in seiner Galerie in Bukabya/Fort Portal zu besuchen und seine wunderschönen Werke zu bewundern! Hier seine Website: https://sapartsug.wixsite.com/sapartsug,

Instagram: Julius_murungi,

Whats App: ±256700631294

murungijulius@gmail.com

 

Julius, vielen herzlichen Dank, dass du dir so viel Zeit für das Babyheim genommen hast! Auch ganz lieben Dank an Anne, die uns beide logistisch unterstützt hat. Und ein großer Dank gilt auch deinem Bruder!

25.03.2021 Mbale, Keron

 

Kerons Fall ist nicht einfach. Ein Ärzte-Konsil berät sich. Der erneute Scan hat außer dem Wasser eine noch nicht identifizierte Masse im Kopf ergeben, die dort nichts zu suchen hat. Der Arzt beruhigt Betty, Keron ist hier im Mbale Hospital am richtigen Platz. Die Operation ist für den kommenden Dienstag angesetzt. Betty und Fahrer Julius begeben sich morgen wieder auf den Rückweg nach Fort Portal, während Mother Doreen mit Keron mit Hospital bleibt.

25.03.2021 Das Wassertankprojekt ist abgeschlossen! 

 

Unabhängig voneinander vermelden Matron Betty und David gestern stolz die Fertigstellung des Wassertankprojekts, das Covid-19-bedingt immer wieder verschoben werden musste. Nun endlich können wir das Regenwasser, dass über die großen Dachflächen aufgefangen wird, effektiv nutzten. Vier neue Wassertanks á 5000 Liter Fassungsvermögen hat Plumber David gewohnt sorgfältig auf dem Grundstück des Toro Babies Home installiert und gestern – gerade rechtzeitig mit Beginn der Regenzeit – in Betrieb genommen. Das wird dem Babyheim langfristig viel Geld sparen, denn der Verbrauch im Babies Home ist sehr hoch und das  kummunale Wasser sehr teuer. Vielen Dank an alle Freunde und Unterstützer, die diesen lang gehegten Wunsch des Babies Home mit ihrer großzügigen Spende ermöglicht haben!

23.03.2021 NOTFALL Keron!

 

Liebe Freunde des Toro Babies Home, 

 

unser Leben wird in diesen Tagen ganz schön auf den Kopf gestellt – kaum etwas ist mehr wie es einmal war! So ist es auch in Uganda! Und gerade jetzt braucht uns der kleine Keron sehr.

 

Hier geht es zum ausführlichen Bericht...

Können wir in diesem dringenden Notfall wieder auf eure Großzügigkeit und schnelle Hilfe hoffen? Leider sind die Mittel des Babyheims nicht ausreichend, um so eine große OP aus eigenem Budget bestreiten zu können. Bitte helft mit, dass Keron kein Pflegefall wird! Er hat nur diese eine Chance. JEDER Euro zählt!

 

Spendenkonto Partnerschaft Gesunde Welt e.V

IBAN: DE76603900000443739005

Verwendungszweck: „Operation Keron„

http://partnerschaft-gesunde-welt.de/

 

Für eure Unterstützung danke ich sehr und wünsche euch ganz herzlich und trotz allem eine schöne Osterzeit und einen wunderbaren Frühling. Bleibt gesund!

22.02.2021 Ankunft der neuen deutschen Voluntärin

 

Gestern hat Father Joseph die neue deutsche Voluntärin von Entebbe abgeholt und sie zum Toro Babies Home gebracht, wo sie die Mothers für die nächsten acht Monate unterstützen wird. Christin wird vom Bistum Osnabrück über das Weltwärtsprogramm entsandt. Herzlich willkommen, Christin und lebe dich gut ein! Die Kids freuen sich sehr, dass sich nun neben der Erzieherin Irene noch jemand Neues mit ihnen beschäftigt. Das ist ja gerade wie Weihnachten! 

Das Wassertankprojekt schreitet auch voran. Die Fundamente für die vier großen 5000 Liter Tanks sind fertig.

16.02.2021 Die Erzieherin hat angefangen

 

"Die Kinder sind sooooo happy über die Nursery Teacherin! Voller Stolz und Freude rannten sie zu mir und erzählten, sie hätten nun Schule gehabt. Die Mütter sind natürlich auch happy," berichtet uns Hebamme Anne gestern nach ihrem Besuch im Toro Babies Home.

Letzte Woche fanden Vorstellungsgespräche für eine Erzieherin statt. Das Board hat sich für Irene entschieden. Gestern hatte sie ihren ersten Arbeitstags. Eine Art Klassen- und Spielzimmer mit Bibliothek wurde in einem nicht mehr genutzten Büro im Verwaltungsgebäude eingerichtet. Die kindgerechten Bücher wurden von ausländischen Freunden gespendet. Irene hat den Raum sehr schön eingerichtet, wie wir finden. Auch unsere Spielküche hat ihren Weg hierhin gefunden.
Die Kinder sind begeistert! Herzlichen Dank an alle Unterstützer, die mit ihrer Spende das durch Partnerschaft Gesunde Welt e.V. regelmäßig finanzierte Gehalt der Early Year Teacherin Irene ermöglicht haben! Das ist eine wunderbare Investition in die Entwicklung der Kinder. Sie werden sehr davon profitieren!


Der kleine Keron, der durch Unterernährung bedingt, entwicklungsverzögert im Babyheim aufgenommen wurde, versucht sich nun im Sitzen.

 

Father Joseph holt diese Woche eine deutsche Voluntärin aus Osnabrück vom Flughafen ab. Endlich habe wir wieder eine Langzeit-Freiwillige im Toro Babys Home, die die Mothers nachhaltig unterstützen können! Toll, was sich gerade alles tut!

04.02.2021 Entwicklungsfortschritte

 

Die spanischen Voluntäre haben das Sommerhaus mittlerweile gestrichen und Plumber David hat die neuen Wäschenleinen in Veranda und auch im Garten angebracht. Heute liefen die Einstellungsgespräche für eine Erzieherin, deren Stelle Partnerschaft Gesunde Welt e.V. finanzieren wird. Die Matrialien für das Wassertankprojekt wurden am Babyheim angeliefert. Am 22.01.2021 hat Fiona Beckerlegge vom Kyaninga Child Development Center das Babyheim besucht und sich einen Eindruck von den Fortschritten unserer behinderten Kinder gemacht. Sie hat sich intensiv mit Betty ausgetauscht und man bleibt nun in engem Kontakt.  

 

Yosinta, die Special Needs Trainerin von KCDC schreibt uns über die Fortschritte unserer gehandicapten Kinder:

We are greatly moving on well with our lovely children and as far as their progress is concerned, they have tried to maintain without regressing a lot the fact that they're having a great support from their home and specifically their mothers in respective houses.

Considering the home visits made thoroughly to the three girls, we have joined efforts to make sure Dorothy and Annet improve in different areas of growth, development, and moreso, learning! They can try to integrate well with the rest of the children and Dorothy has exhibited good leadership skills in a way that she is more responsible than she used to be in the last few months... Annet is also trying to understand a wide range of things and discovering her environment and things around it. We came to a conclusion that they may need more time in school to improve more in different  areas.... So Mary, is really doing great already but we thought if we changed her from primary section to a vocational institution would sound really great where by we target for her enrollment and a proper placement come 2021 when schools reopen again hopefully. 

Samstag, 16.01.2021

 

Es ist immer noch langweilig ohne Internet und im Auftrag einer Patenmutter gehe ich in Fort Portal auf die Suche nach einer schönen Puppe für ihr Patenkind Lamulati. Lamulati war sehr traurig, dass ihre Freundin Kasimira das Babyheim verlassen hat.

 

Auf der Wäscheleine entdecke ich einen alten Body mit Namensschild, den schon mein Sohn Daniel vor 31 Jahren getragen hat.

 

Ich bitte Betty für unseren Van vier neue Reifen zu kaufen. Auf dem Weg nach Bundibugyo sind wir in eine Polizeikontrolle geraten und die Polizistin hat die abgefahrenen Reifen montiert. Recht hat sie! Nach Bettys Angebot werden die Reifen ca. 250 € kosten. So, nun heißt es aber wirklich Abschied nehmen! Hoffen wir, dass wir im April die abgesagte Jubiläumsreise mit Pateneltern und Unterstützern nachholen können.

Lamulati mit neuer Puppe

Freitag, 15.01.2021 


Alles deutet auf einen Wahlsieg des amtierenden Präsidenten Musheveni hin. Es bleibt relativ ruhig und da in und um Fort Portal eh mehrheitlich der alte Präsident gewählt wurde, rechnen wir hier mit keinen Unruhen. Zum Abschied möchte ich heute meinem Patensohn Hillary auf die Farm einladen. Jalirah und ich holen den Jungen von Zuhause ab, kaufen einen Ball und eine Badehose für ihn, essen zum Lunch Chips im Dutchess bevor wir wieder nach Kabahango fahren. Jalirah zeigt Hillary den knuffligen Hundenachwuchs, bevor die beiden Kids viel Spaß zusammen auf dem Trampolin und im Pool haben. Später kommen auch noch Anne und ihr Freund Julius zum Abschiedsdinner. Es ist schon 20:00 Uhr und dunkel als ich Hillary mit dem Van heim bringe. Celine und ein Mitarbeiter der Farm begleiten mich vorsichtshalber. Um 21:00 Uhr ist Ausgangssperre und nachts fällt mir die Orientierung schwer. Hillarys Vater nimmt den Kleinen an der Hauptstraße entgegen und nach kurzer Verabschiedung sind wir pünktlich um 21:00 Uhr zurück auf der Farm.

Mittwoch, 13.01.2021

 

Mother Doreen hat die erste Nacht gut in Haus No. 4 mit ihren neuen Schützlingen verlebt und es sich so gemütlich wie möglich gemacht. Am späten Vormittag besuchen wir noch die Kasiisi Farm und laden Lebensmittelnachschub für das Toro Babies Home. Zurück in Fort Portal kaufen wir Grundierung und Lollipopgrün-Farbe, sowie Malerrollen und Sandpapier für die spanischen Voluntäre ein. Die spanischen Voluntäre werden das Sommerhaus beim Spielplatz später noch durch einheimische Künstler mit Kindermotiven verschönern. Partnerschaft GW übernimmt die Materialkosten dafür. Ich habe einige Bilder aus Sambia mitgebracht, die gut auf nackten Wände in Haus No. passen. Annes Partner Julius, ebenfalls ein Künstler aus Fort Portal, wird sie rahmen und aufhängen. Im House No. 4 müssen noch Möbel, defekte Türen und Schlösser durch einen Tischler instandgesetzt werden. Hierfür werden 660.000 UGX / 158 € veranschlagt, die Partnerschaft Gesunde Welt ebenfalls übernimmt.

Keron

Keron wurde aus dem benachbarten Kabarole Hospital entlassen. Die Unterernährung hat leider sichtliche neurologische Schäden hinterlassen. Er muss weiterhin mit der teuren Spezialnahrung gefüttert werden.

Das Haus gegenüber des Verwaltungsgebäudes, in dem Joan wohnt und in dem sich das Wohnzimmer befindet, in dem die Kinder ab und zu fernsehschauen, ist  stark renovierungsbedürftig. In der kleinen Küche backt Joan den Kindergartenkindern immer Pfannkuchen, wenn sie von der Nursery School heim kommen. Das Bad ist in desolaten Zustand. Die Sanierung wird ein Projekt für die nächsten Jahre.

 

Vorsichthalber verabschiede ich mich schon jetzt vom Toro Babies Home und seinen Bewohnern, denn Morgen sind Präsidentschaftswahlen in Uganda und man muss immer mit Unruhen rechnen. Deshalb bin ich in Kabahango auf der Farm besser aufgehoben. Das Internet ist bereits seit einigen Tagen nur noch eingeschränkt nutzbar. Seit heute funktioniert ohne VPN nichts mehr. Ich bin deshalb mit einem deutschen Tarif unterwegs.

Dienstag, 12.01.2021 Resettlement von Kasimira in ihre Familie

 

Die kleine Kasimira, ein Schützling von Mother Rosetti, wird heute zurück in ihre Familie bei Bundibugyo gebracht. Dafür hat Betty einen neuen Koffer gekauft, der u.a. mit Kasimiras Kleidung und Spielzeug gefüllt ist. Darüber hinaus erhält sie eine neue Matratze und eine Schlafdecke vom Toro Babies Home. Hebamme Anne, Jamirah und ich begleiten Betty, Fahrer Julius und Mother Rosseti auf einer der schönsten Straßen Ugandas um die Ruwenzoris Mountains in das Semlikital an die kongolesische Grenze. Die geteerte Straße ist sehr kurvenreich und bietet bei klarer Sicht spektakuläre Ausblicke bis zum Lake Albert. Dabei verlieren wir immer weiter an Höhe und es wird tropisch warm, als wir unten im Tal ankommen, dass im westlichen Ostafrikanischen Grabenbruch liegt. Hier ist das Zentrum der ugandischen Kakaoproduktion. Inwieweit Kasimira mitbekommt, dass sie heute das Toro Babies Home und ihre Mother Rosetti verlassen muss, kann ich schlecht einschätzen. Fröhlich schaut sie jedenfalls nicht aus. Anne begleitet uns, da sie zwei von ihr betreute zu früh geborene Zwillinge besuchen möchte, Kato und Isingoma. Kinder, die das Babyheim in die Familien zurück gesiedelt hat, werden regelmäßig besucht und ihr Entwicklungszustand überwacht. Die Zwillinge schauen gesund und gut ernährt aus. Anne hat für beide ebenfalls eine neue Matratze mit im Gepäck.

Kasimira wird zurück in ihre Familie gebracht

Weiter geht es mit einem lokalen Führer auf schlechter Piste den Berg hinauf. Julius biegt gegen 12:30 Uhr auf einen kleinen Trampelpfad ein, den ich auf keinen Fall befahren hätte. Wir erreichen Kasimiras neues Zuhause und ich bin überrascht, dass uns ein halbes Dorf empfängt. Anlässlich Kasimiras Rückkehr wird eine große Willkommensparty ausgerichtet, zu der sich die Verwandten und die Community einfinden. Als Abgesandte des Toro Babies Home wird unsere Entourage im Haus begrüßt und willkommen geheißen. Der Bruder von Kasimiras Vater und seine Frau, sowie Kasimiras ältere Schwester werden sich um das Mädchen kümmern. Der Vater kann nicht anwesend sein, er arbeitet in Hima in den Minen und bekommt kein frei. Auch eine Großmutter und zwei Brüder des Mädchens stellen sich vor. Die Kleine ist total verschreckt, ob dieser vielen fremden Menschen und möchte natürlich nicht von ihnen auf den Arm genommen werden. Sie sucht bitterlich weinend Schutz bei ihrer Mother Rosetti und bei Betty. Diese Szenen gehen einem wirklich unter die Haut. Leider konnte die Familie während Kasimiras Aufenthalt im Toro Babies Home nur wenig Kontakt zu ihr halten. Vermutlich war die Entfernung mit etwa zwei Stunden Fahrt zu weit und zu kostspielig. Annes Vorschlag, dass in solchen Fällen ein Familienmitglied für etwa eine Woche zum Bindungsaufbau im Toro Babies Home aufgenommen wird ist sehr sinnvoll. Die Kosten dafür sollten nicht allzu hoch sein und Partnerschaft Gesunde Welt e.V. wird sie gerne tragen.

 

Es folgen eine muslimische Andacht, ein weiterer Onkel Kasimiras hält eine christliche Ansprache, verschiedene Honoratioren des Dorfes sprechen und gegen 16:00 Uhr bildet Matron Betty den Abschluss mit ihrer Rede. In Korb wird rumgereicht und Geld für Kasimira (oder für die Feier) gesammelt. Dann gibt es endlich Lunch für alle! Mittlerweile ist das Mädchen mit anderen Kindern der Familie warm geworden und beim Spiel beschäftigt, so dass wir uns ohne Aufmerksamkeit zu erregen wieder auf den Rückweg begeben können. Wie muss sich Kasimira wohl fühlen, wenn sie heute zu Bett geht? Gegen 18:30 Uhr sind wir zurück in Fort Portal.

Montag, 11.01.2021

 

Im Toro Babies Home sind die Maler erneut am Werk und streichen das von mir nicht abgenommene Geländer erneut.

Die Malerarbeiten in Haus No. 4 sind gerade abgeschlossen. Nun muss die Farbe noch trocknen. Ein Elektriker muss das Licht und die Stromversorgung reparieren, kaputte Möbel aus dem Altmöbelbestand sollen vom Tischler instandgesetzt werden und die defekten Schlösser in den Türen müssen ebenfalls noch ersetzt werden. Mother Doreen ist zusammen mit einigen anderen Müttern mit der Einrichtung und dem Bestücken der Räume beschäftigt. 

Mother Rosetti mit ihren Schützlingen

Um 14:00 Uhr beginnt das kurzfristig einberufene Board Meeting. Wir besprechen u.a. die Wichtigkeit der Einstellung einer Erzieherin, deren Gehalt von Partnerschaft Gesunde Welt e.V. finanziert werden und die sich besonders um die besonderen Bedürfnisse und die Entwicklung der behinderten Kinder kümmern soll, die mit allen Kindern singen und spielen soll. Gerade jetzt im Lockdown - unsere Kids besuchen seit fast einem Jahr nicht mehr die Nursery School - hätten sie sehr von einer Erzieherin im Heim profitieren können. An ihrem Verhalten bemerkt man die Defizite recht deutlich. Sie singen und tanzen nicht mehr so viel, wie noch vor einem Jahr.

 

Mir ist es sehr wichtig, dass Partnerschaft Gesunde Welt e.V. zukünftig die Bauarbeiter und Handwerker für unsere Projekte direkt bezahlt, damit wir auf die Ausführung Einfluss nehmen können. Natürlich werden wir nach wie vor die Notwendigkeit der Maßnahmen gemeinsam abstimmen.

 

Wir kommen überein, dass wir versuchen wollen von Procter & Gamble, dem Windelhersteller und Nestlé, dem Säuglingsnahrungshersteller, dauerhaft mit Sachspenden beliefert zu werden. Es wäre wunderbar, wenn die Bischöfe diesbezüglich eine schriftliche Anfrage an die beiden Firmen richten können. Father Joseph erklärt sich bereit, dies zu veranlassen.

 

Ich freue mich sehr, dass ich nochmals die Möglichkeit erhalten habe direkt mit dem Board zu kommunizieren. 

Freitag, 08.01.2021

 

Leider konnte ich heute Morgen nicht auf das Grundstück des Babyheims fahren, da die Straßenbauarbeiten nun in Fort Portal eingekommen sind und der Grader die Auffahrt zugeschoben hat. Also bin ich erst einmal Stoff einkaufen gefahren und habe auch einfach Schuhe für die Kids gekauft. Anschließend habe ich mich für die Durchsicht der Angebote, das Schreiben der Reports und die Fotobearbeitung mit dem Laptop im Dutchess Restaurant niedergelassen. Hier ist immer für guten Kaffeenachschub gesorgt. Gegen Mittag kam Betty und holte das Geld für die Malerarbeiten in bar bei mir ab. Das Ausbessern und Streichen des Esszimmers in Haus No. 4 kostet 243.000 UGX / 54 €. Die Arbeiten sollen über das Wochenende ausgeführt werden.

 

Vom Kyaninga Child Development Center wird auch eine offene Rechnung für die Therapiestunden unserer behinderten Kinder im Jahr 2020 zur Begleichung durch mich weitergereicht. Darüber hinaus habe ich kürzlich für die wunderbare Arbeit des Child Developmental Centers 200 € Spende von Partnerschaft GW auf das Konto von Kyaninga CDC überwiesen.

 

Matron Betty hat zur Zeit überhaupt keinen Urlaub. Lediglich hin und wieder hat sie ein freies Wochenende. Dies muss sich meiner Ansicht nach ändern. Wenn Joan einen Führerschein hat, kann auch sie das Auto im Notfall fahren, um Kinder ins Krankenhaus zu begleiten oder ausgesetzte Kinder abzuholen. Dies kann der Fahrer nicht alleine machen. Fahrstunden inklusive Führerschein sollten maximal 170 € kosten. Das Projekt Führerschein für Joan möchte ich gerne finanzieren.

 

Nachmittags ist das Babyheim wieder anfahrbar. Betty und die Mothers sitzen gerade in einem Staff Meeting. Ich gebe rasch die Schuhe ab, bevor ich wieder über die Mugusu Road nach Kabahango auf die Farm zurückkehre.

Donnerstag, 07.01.2021

 

Am heutigen Donnerstagmorgen erwartet mich Plumber David bereits im Toro Babies Home. Wir möchten heute zusammen mit Betty alle notwendigen Materialien für das Wassertankprojekt und die Haushaltsgegenstände für das wiederzueröffnende Haus No. 4 einkaufen. Von Mariam Kluge habe ich die Telefonnummer ihres Tischlers erhalten, der die Decken auf der Farm so wunderbar instandgesetzt hat. Ich rufe ihn an und etwa eine dreiviertel Stunde später ist er zusammen mit seinem Gehilfen vor Ort, um ein zweites Angebot zur Deckensanierung zu erstellen. David soll diese Maßnahme in meinem Auftrag beaufsichtigen und zusammen sind die drei etwa 2 Stunden mit dem Vermessen beschäftigt. Der Tischler soll darüber hinaus auch noch einige Möbel für Haus 4 reparieren. Der Glaser wird angerufen, um einige Scheiben im Haus 4 zu erneuern und Betty organisiert einige starke Männer aus der Stadt, die die alten, untergestellten Möbel und Hilfsmittel aus dem Haus 4 räumen, damit sie dann Morgen einen neuen Lagerplatz finden. Nach dem obligatorischen Mittagessen im Dutchess setzen wir David im "Baumarkt" ab, ich ziehe Bargeldnachschub am ATM, während Betty schon im China-Supermarkt mit dem Erwerb der Haushaltsgegenstände begonnen hat und ich auch die bestellte Säuglingsnahrung für die nächsten Wochen begleiche, die immer noch nicht aus Kampala eingetroffen ist.

 

Verschiedene Dinge müssen wir noch in anderen Läden erstehen, bevor wir dann spät am Nachmittag wieder im Babyheim sind. Das Haus No. 4 ist bereits leer geräumt, die alten Möbel türmen sich im Garten. Ich besichtige das Haus nochmals zusammen mit Betty und entscheide, dass das Esszimmer nicht in Betrieb genommen werden kann. Farbe und Putz fallen von der Wand. Hier muss erst einmal der Maler ran. David verspricht auf dem Nachhauseweg seinen Maler damit zu beauftragen über das Wochenende tätig zu werden. Die Umzugstruppe wird von mir entlohnt und auch der Glaser erhält seinen Betrag für die rasche Ausführung der Glasarbeiten. In der Veranda vor dem Office sitzt wieder der fleißige Schneider und flickt heute Kinderkleidung. Auf Nachfrage erklärt er sich bereit zwei interessierten Müttern das Nähen auf unserer neuen Nähmaschine beizubringen, damit sie einfache Ausbesserungen selbst vornehmen können und die gute Maschine nicht verstaubt. 

Haus No. 4 wurde entrümpelt
Einkauf von notwendigen Haushaltsgegenständen zur Inbetriebnahme von Haus No. 4

Die junge Laundry-Mother Annet, die seit dem Frühjahr im Babyheim arbeitet und deren Gehalt Partnerschaft Gesunde Welt finanziert ist sehr sympathisch. Ich bitte sie doch auch nachts in der elektrischen Waschmaschine zu waschen, da das Stromnetz nachts viel stabiler ist.

Das ist unsere Laundry-Mother Annet, die die Mütter bei der Wäsche unterstützt.

Die kleine geistig und körperlich behinderte Gift bereitet mir Sorgen. Sie schaut sehr unglücklich aus! Nächste Woche Mittwoch habe ich ein Treffen mit Fiona Beckerlegge von Kyaninga CDC. Ich möchte den Fall mit Fiona und den Therapeuten besprechen und eine Therapielösung für Gift finden, die sie in ihrer Entwicklung unterstützt. Wir suchen dringend Pateneltern für die kleine Gift!

Gift
Gift schaut zu, wie die anderen Kinder auf dem Spielplatz rumtoben.

Mittwoch, 06.01.2021

 

Am Mittwoch, den 06.01. hatten wir dann um 10:00 Uhr unser gemeinsames Zoom Meeting mit Father Joseph, Tore, dem norwegischen Vertreter von Barn Trenger for Eldre/Children Need Parents, Matron Betty, Anne und mir. Hebamme Anne, die sehr oft im Babyheim vor Ort ist, berichtet, dass wir viele Kinder mit wunden und entzündeten Po haben. Die Mutter sind aufgrund der vielen kleinen Babys überfordert und kommen mit dem Windeln wechseln nicht so nach, wie sie es eigentlich sollten. Wir wünschen uns sehr, dass die Herstellerfirmen für Windeln und Säuglingsnahrung dauerhaft mit Sachspenden helfen können und suchen einflussreiche Personen, die mit diesen Firmen in Kontakt treten. Es  hat sich wieder einmal gezeigt, wie wichtig doch Kommunikation ist und wie schnell man dann Missverständnisse aus dem Weg räumen kann. Wir vereinbaren zukünftig alle Vierteljahr eine Zoom-Konferenz einzuberaumen. Die norwegischen Partner sind unzufrieden, dass das leerstehende Haus No. 4 immer noch nicht eröffnet wurde. Vereinbart war, dass dies zu Jahresanfang geschehen und die Norweger das Gehalt einer neuen Mutter übernehmen wollten. Ich kümmere mich darum, dass die dafür notwendigen Schritte morgen eingeleitet werden und wir das Haus noch nächste Woche in Betrieb nehmen können, damit jede Mutter einige Kinder abgeben kann und so mehr Zeit für die Betreuung der verbleibenden Kinder bleibt.

 

Darüber hinaus haben Betty und ich in der Stanbicbank direkt beim Manager nach der fehlgeleiteten Überweisung der Norweger forschen lassen. Er hat versprochen der Sache auf den Grund zu gehen.

Leider ist zur Zeit keine Babymilch mehr in Fort Portal zu bekommen. Alle Dosen sind kurz vor Ablaufdatum. Im Chinasupermarkt verspricht man uns für Morgen eine Lieferung direkt aus Kampala. Ich kaufe noch eine Dose im Andrews Supermarkt ein, damit es wenigstens für Morgen reicht.

 

Mit Buchhalterin Joan bin ich heute noch alle wichtigen Originalrechnungen über unsere Projekte durchgegangen und habe Kopien für die Buchhaltung von Partnerschaft Gesunde Welt e.V. angefertigt. Das ist auch immer eine langwierige bürokratische Angelegenheit. 

Dienstag, 05.01.2021

 

Ein junger Säugling wird aufgenommen. Der kleine Keron ist 4 Monate alt und wurde in das Toro Babies Home gebracht, weil seine Eltern sich nicht um ihn gekümmert und ihn verlassen haben. Da er stark unterernährt und anämisch ist, wird er sofort in das benachbarte Kabarole Hospital eingeliefert und erhält Glukose sowie später eine Blutransfusion, berichtet Matron Betty.

Joan mit dem unterernährten Keron

So wie auf Kluges Guest Farm soll die Deckenverkleidung repariert und marode Platten ausgetauscht werden. Dafür müssen zuvor sämtlich Löcher im Dach abgedichtet und die Platten gestrichen werden, bevor sie mit Holzleisten fixiert werden. Mittlerweile liegen die Angebote der Tischler für dieses große Projekt vor. Die Kosten werden bei ca. 13.000.000 UGX / 3.000 € liegen. Sobald das Wassertankprojekt fertig gestellt ist, beginnen wir mit der Deckensanierung.

Deckenverkleidung auf Kluges Guest Farm
Die von Father Joseph beauftragten Tischler beim Aufmaß für das Angebot.

Nach einer weiteren Besprechung mit Betty haben wir uns am Nachmittag zusammen das SOS-Childrens-Village in Fort Portal angeschaut, welches vom österreichischen SOS-Ableger finanziert wird. Hier finden viele unserer älteren Kinder Aufnahme, wenn sie nicht zurück in die Familien integriert werden können. Tatsächlich können die Mütter im SOS-Kinderheim eine eigene Familie gründen. Die eigenen Kinder werden einfach im Familienhaus mit betreut. Die Zeiten ändern sich.

Nach wie vor benötigen wir neben dem Gas für den Gasherd auch noch Feuerholz, denn Matoke, Posho und Beans werden traditionell auf Holzfeuer gekocht. Das funktioniert einfach nicht auf dem Gasherd. Der Rauchabzug in der alten Küche wurde jedoch gründlich gereinigt und instandgesetzt. Nun räuchert es nicht mehr lebensgefährlich in der Küche.

Feuerholz

04.01.2021, Fort Portal

 

Um 12:00 Uhr traf ich mich mit Father Joseph, dem Chairman des Toro Babies Home im Dutchess für eine Besprechung unter vier Ohren, die wir anschließend im Babyheim mit Anne und Matron Betty fortgesetzt haben. Wir müssen über einige grundlegende Angelegenheiten beraten, ein Zoom Meeting mit allen großen Spendenorganisationen für Donnerstag anberaumen und für den kommenden Montag ein Board Meeting einberufen.

 

Die Deckenverkleidung in vier Kinderhäusern ist marode und droht teilweise auf die Betten zu stürzen. Hier müssen wir dringend reparieren. Das gilt auch für sämtliche Veranden. Joseph vereinbart mit einem Tischler, dass dieser Morgen einen Kostenvoranschlag über die Arbeiten erstellt. Außerdem bin ich nicht zufrieden mit dem Aussehen der Geländer, die erst vor ca. sechs Wochen fertiggestellt wurden. Da müssen die Maler nochmals ran und ausbessern.

 

Damit endlich die nasse Wäsche nicht mehr auf den Geländern getrocknet wird, beauftrage ich Plumber David, meine rechte Hand im Babyheim, einen Kostenvoranschlag für drei große Wäscheständer im Garten und weitere Leinen in den Veranden zu erstellen. In der Sonne trocknet die Wäsche einfach schneller. Das Wäscheleinenprojekt wird etwa 300 € kosten. 

 

Die letzte Zahlung unserer norwegischen Freunde, die regelmäßig monatlich die Gehälter und ebenfalls einen großen Anteil an den laufenden Kosten für Lebensmittel und Non-Food, ist leider aufgrund eines Zahlendrehers in der Kontoverbindung nicht auf dem Konto des Toro Baby Heims angekommen. So ist nun mittlerweile keine Geld mehr da, um Babynahrung und andere notwendige Dinge zu kaufen und das Personal muss auf seine Gehälter warten.

Projektplanung mit Anne und Plumber David

01.01.2021, Neujahr

 

Frohes neues Jahr! Es kann nur besser werden! Mit einigen Sweets für die Kids und Mothers bewaffnet fahren Jalirah und ich Neujahr auf einen Kurzbesuch ins Babyheim. Vorher unternehmen wir jedoch einen Ausflug zur Kyaninga Lodge, die außerhalb von Fort Portal an einem Kratersee liegt und vom Briten Stephen und seiner Frau betrieben wird. Beide haben einen behinderten Sohn, der wohl den Anstoß dafür gab, dass die Eltern das nun so erfolgreich agierende Kyaninga Child Development Center in Fort Portal gründeten, in dem die Community-Kinder adäquate Therapien erhalten und das auch Aufgaben der Frühen Hilfen übernimmt.

Ausblick auf der Kratersee von der Kyaninga Lodge

31.12.2020 Silvester

 

Mariams Nichte 10 Jahre alte Jalirah ist in Kabahango, auf Kluges Guest Farm zu Besuch. Sie ist ein blitzgescheites junges Mädel und ich mag sie sehr gerne. Damit ich mobil bin haben mir Mariam und Stefan wieder großzügigerweise ihren Allradvan zur Verfügung gestellt. Am Silvestertag begleitet mich Jalirah nach Fort Portal. Wir holen zunächst meinen Patensohn Hillary in seinem Zuhause ab. Die Wiedersehensfreude - auch mit Hillarys Vater - ist wie immer überwältigend. Sarah, die ältere Schwester Hillarys, wohnt zur Zeit in Fort Portal. Sie hat dort eine lokale Sponsorin für ihre Ausbildung gefunden. Wir nehmen Hillary mit in die Stadt. Am ATM der Absa-Bank (ehemals Barclays Bank) fülle ich meine Bargeldvorräte auf, die zum Teil im chinesischen Supermarkt wieder für Lebensmittel, special needs und Gummistiefel für Hillary ausgegeben werden. Während ich den Van in der Waschanlage neben dem Gardens Restaurant innen und außen waschen lasse, erfreuen sich die Kids im Gardens Restaurant an einem Eisbecher. Schoko für Hillary, Erdbeer für Jalirah. Coronabedingt bleiben die Gäste aus und der Parkplatz ist verwaist. Im gegenüberliegenden Mpanga Market erstehen wir später noch frisches Obst und Gemüse, sowie Schuhe und T-Shirts für den Jungen. Das Jahresende begehen wir-  wie auch letztes Jahr - mit einem leckeren Barbecue im wunderschönen Blumengarten von Kluges Guest Farm am Lagerfeuer. 

Hillary and Jalirah beim Eisessen im Gardens

Nachdem wir Hillary wieder in seinem Dorf abgeliefert haben, sagen Jalirah und ich noch kurz im Babyheim hallo. Die gehandicapte Rachel und Mary freuen sich sichtlich über meine Rückkehr. Auch der geistig behinderte Stephen scheint mich wiederzuerkennen. Zwei kleine Frühgeborene, ein Zwillingspaar, hat das Babyheim auch zu versorgen. Darum kümmert sich u.a. auch die Schweizer Hebamme Anne Genier. Großen Anklang findet der sanierte Spielplatz bei den Kids. Die Spielgeräte wurden kürzlich mit Spendenmitteln von Partnerschaft Gesunde Welt e.V. repariert, erneuert und angestrichen. Bei der Besichtigung der Häuser fällt mir in vier Häusern die marode Deckenverkleidung auf. Teilweise drohen Teile der Verkleidung in die Betten und auf die Kinder zu fallen. Hier müssen wir dringend Abhilfe schaffen! Dies gilt ebenso für die Deckenverkleidung in den Veranden.

30.12.2020 Besuch in Fort Portal

 

Nach nur 4,5 Stunden Fahrt bin ich von Kampala aus kommend bereits um 11.00 Uhr mit meinem Fahrer in Fort Portal "eingeflogen". Die ersten üppig grünen Teeplantagen kurz hinter Kyenjojo kündigen die Region Westuganda um Fort Portal an. Wir frühstückten im Dutchess Restaurant und warten auf Anne Genier, die Schweizer Hebamme, die hier zusammen mit ihrem ugandischen Freund, einem Künstler, lebt und bereits wieder seit Anfang Oktober im Land ist. Sie gibt mir ein kurzes Update über das Toro Babies Home, das sie regelmäßig beuscht. Vor allem kümmert sie sich sehr um unsere frühgeborenen Kinder. Danach liefere ich noch kurz die von Matron Betty bestellten 100 Babyflaschen, Sauger und Holzspielzeug bei Joan im Babyheim ab, bevor wir weiter nach Kabahango auf Kluges Guest Farm fahren. Die Rechnung hat Partnerschaft Gesunde Welt e.V. übernommen.

Anne Genier, die schweizer Hebamme, ist nun auch Mitglied bei Partnerschaft Gesunde Welt e.V.
Joan nimmt die Flaschen, Sauger und das Zubehör für unsere Spielzeugküche in Empfang.
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© Marina Meger 2021